

Nach einem schwächeren Jahr 2023 nimmt der Immobilienmarkt in Deutschland wieder Fahrt auf: 2024 wurden rund 805.000 Kaufverträge notariell beurkundet – ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um 15 % auf 247 Milliarden Euro.
Besonders deutlich war das Wachstum bei Eigenheimen mit rund 253.000 Verträgen – ein Anstieg um 13 %, vor allem in Bayern und Schleswig-Holstein.
Die durchschnittlichen Preise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser blieben mit etwa 2400 €/m² stabil. Im oberen Segment (95. Perzentil) sanken sie auf 4590 €/m², während im unteren Segment weiterhin rund 1200 €/m² aufgerufen wurden. Die Preisspanne reicht von 590 €/m² im thüringischen Kyffhäuserkreis bis zu 9500 €/m² im Landkreis Miesbach in Bayern.
Bei gebrauchten Eigentumswohnungen sanken die Preise 2024 im oberen Segment um 6 % auf 4020 €/m², während das mittlere und untere Segment stabil blieb.
In Großstädten wie Hamburg und Berlin blieben die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen 2024 weitgehend stabil – von einem neuen Aufwärtstrend kann noch nicht die Rede sein.
Der Verkauf von Baugrundstücken für Einfamilienhäuser stieg leicht auf 46.200 Einheiten, bleibt aber deutlich unter dem Niveau der 2010er-Jahre. Noch gravierender ist die Entwicklung bei Grundstücken für Mehrfamilienhäuser, wo die Zahl der Transaktionen auf nur 2600 zurückging – weniger als die Hälfte früherer Jahre.
Die Bodenpreise in Großstädten stiegen im Schnitt um 9 % auf 930 €/m². Laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bleibt knappes und teures Bauland ein zentrales Hindernis für den dringend benötigten Wohnungsbau.

